Atlantis und die Sintflut

Die Neolithische Revolution in Europa - Zur Ausbreitung der Bandkeramischen Kultur

 

Inhalt

  1. Einordnung der Bandkeramischen Kultur in die Steinzeit
  2. Atlantis-Sintflut Theorie: Ableitung von Hypothesen
  3. Probleme bei der Altersbestimmung in der Anfangsphase der Bandkeramik
  4. Die Empirie ist der größte Feind der Theorie: Älteste Bandkeramik
  5. Ausbreitung der Bandkeramik durch Wanderung oder Imitation oder …?
  6. … Kolonisation?
  7. Links

 

 

Einordnung der Bandkeramischen Kultur in die Steinzeit

 

Nach dem derzeitigen Erkenntnisstand entwickelte sich die Bandkeramik zwischen 5700 und 5500 vor Christus in der Region des heutigen Ost-Ungarn. Man geht davon aus, dass diese Kultur durch Starcevo-Körös-Cris und Vinca geprägt wurde. Dem ist unseres Erachtens zuzustimmen. Starcevo-Körös-Cris ist die Vorläufer-Kultur, auf der die Bandkeramik basiert. Aufgrund der unglaublichen Dominanz des kupfersteinzeitlichen Zentrums im Schwarzen Meer kam es natürlich auch zu einer Prägung durch diese Atlantis-Kultur, deren Flüchtlinge sich als Vinca auf dem Balkan wieder finden. Die Starcevo-Körös-Cris Kultur belieferte Atlantis mit Waren insbesondere aus Siebenbürgen. Insgesamt steht aber fest, dass die Bandkeramik vor allem eine Entwicklung vor Ort ist.

 

Es ist insgesamt unbestritten, dass sich die Bandkeramische Kultur (Linearbandkeramik) in Europa sehr schnell ausbreitete. Nach einer Meinung sollte dies durch Imitation und Sesshaftwerdung der einheimischen Bevölkerung geschehen sein. Die Ausbreitung der ältesten Bandkeramik dauerte etwa von 5500 bis 5300 vor Christus. Durch die jüngsten Funde wurde dieser Zeitraum auf 5700-5300 verlängert. Einige Archäologen trösten sich mit der Vorstellung, dass diese Ausbreitungsgeschwindigkeit zwar hoch, aber nicht undenkbar ist.

 

Hinsichtlich der Gesamtdarstellung der Bandkeramischen Kultur verweisen wir auf den sehr lesenswerten Beitrag von Maximilian O. Balida „The Earliest Bandkeramk“ (englisch).

 

Atlantis-Sintflut Theorie: Ableitung von Hypothesen

 

Nach unserer Meinung ist die Ausbreitung der Bandkeramik eine indirekte Folge der Sintflut und der Vernichtung von Atlantis 5510 vor Christus. Mit dem Untergang dieses kupfersteinzeitlichen Zentrums im Nordwesten des heutigen Schwarzmeeres mussten die Einwohner flüchten. Diese Flüchtlinge treffen wir als Vinca wieder, die wir in einem gesonderten Artikel beschrieben haben.

 

Das Eindringen der Vinca durch das Eiserne Tor der Donau führte direkt in das Herz der Starcevo-Körös-Cris Kultur. Der frühere Siedlungsraum auf dem Balkan wurde quasi im Handstreich genommen. Dies zwang die Eingeborenen und die Ankömmlinge, sich zu arrangieren. Ob und inwieweit eine Vermischung, Vernichtung oder Vertreibung erfolgte, können wir noch nicht genau bestimmen. Sicher ist aber eines: Die Neuankömmlinge erhöhten den Bevölkerungsdruck gewaltig. Eine Vielzahl von Personen musste auswandern und neue Siedlungsgründe suchen.

 

Diese Auswanderer zogen entlang der Donau in das Herz von Europa (Die übrigen Flüsse Dnjestr, Bug, Dnjepr, Don haben wir noch nicht betrachtet, hier scheint es aber ähnliche Entwicklungen gegeben zu haben). Dort trafen sie auf eine mittelsteinzeitliche Bevölkerung, die überwiegend vom Jagen und Sammeln lebte. Diese mesolithische Bevölkerung spielt in der weiteren Betrachtung eine große Rolle: Nach konservativer Lehre übernahm diese Bevölkerung die Konzepte der Bandkeramik durch Imitation, nach unserer Meinung spielte dabei auch die Wanderung eine Große Rolle. Dieses Verhältnis wird bis heute heftig diskutiert.

 

Aus unserer Theorie leiten sich zwei Hypothesen ab, die wir im Folgenden überprüfen möchten:

 

  1. Die Ausbreitung der Bandkeramik erfolgte nach der Flut sehr schnell, das heißt innerhalb weniger Dekaden, vielleicht sogar Jahre, gerechnet ab 5510 vor Christus.
  2. Die Ausbreitung stützt sich sehr stark auf Wanderung. Imitation durch lokale Bevölkerung ist lediglich ein unterstützendes Argument.

 

Probleme bei der Altersbestimmung in der Anfangsphase der Bandkeramik

 

Maximilian O. Balida kommt in seiner Zusammenfassung zu dem Ergebnis, dass „… der Beginn der Bandkeramik noch nicht angemessen dokumentiert ist… .“ Dies hängt mit einer Vielzahl von Problemen bei der Altersbestimmung zusammen. Die Ausbreitung der Bandkeramik erfolgte so schnell, dass heutige Datierungsmethoden kaum in der Lage sind, die Abfolge zuverlässig darzustellen.

 

Zunächst einmal ergibt sich das Problem der Befundlage. Entscheidend für die Frage der Ausbreitung sind jeweils die Anfänge, die Erstbesiedlung einer Region. Aber hat man überall die älteste Siedlung gefunden? Oder existierte neben einer großen Ansiedlung aus 5300 vor Christus vorher ein kleines Dorf, das heute nicht mehr in Erscheinung tritt? Hat man aus jeder Siedlung jeweils den ältesten Fund bestimmt?

 

Daneben gibt es Probleme bei der Datierung selbst. Ohne auf die Probleme von Verunreinigungen, Kalibrierung wegen schwankender C14 Isotopenanteile, Baumalter oder Messmethode näher einzugehen ist ganz klar: Bei einer Rückschau über 7500 Jahre ergibt sich schon statistisch eine Unschärfe, die in einer Größenordnung von 100 bis 400 Jahren liegt. Einer Datierung auf 5400 oder 5300 vor Christus kann ohne weiteres ein tatsächliches Alter von 5500 zu Grunde liegen.

 

Die Dauer der Ausbreitung der frühen Bandkeramik von etwa 200 Jahren entspricht im Grunde der statistischen Streuung der Altersdatierungen. Den vorliegenden Befund würde man erwarten, wenn alle ältesten Siedlungen zum gleichen Zeitpunkt angelegt wurden.

 

Eine vernünftige Datierung ist daher nur über eine Vielzahl von Funden möglich. Offenbar ist die Befundlage für Süddeutschland so dicht, dass hier mit einem Beginn um 5500 vor Christus relativ zuverlässig gerechnet werden kann.

 

Um den Unschärfen der technischen Altersbestimmung mit der C14 Methode Herr zu werden, ziehen die Archäologen in der Regel kleine Veränderungen in der typischen Ornamentik und Bemalung von Keramik zu Rate. Aufgrund der kurzen Frist und der starken Einheitlichkeit der Bandkeramischen Kultur hilft aber auch dies nur bedingt weiter.

 

Nach dem gültigen wave-of-advance Modell vom Ammermann und Cavalli-Sforza erwarten die Archäologen eine zeitliche Abfolge in der Besiedlung. Die Interpretation der Funde trägt dieser Annahme Rechnung - die offiziellen Ergebnisse und Darstellungen vermischen bereits Fakten und Interpretation! Die Ergebnisse wurden so weit es ging dem erwarteten Ergebnis angepasst.

 

Die Empirie ist der größte Feind der Theorie: Älteste Bandkeramik

 

Was schon immer als problematisch angesehen wurde ist, dass die Bandkeramik in Süddeutschland ziemlich eindeutig um 5500 (also kurz nach unserer Sintflut im Schwarzen Meer) beginnt. Da hilft es auch nicht, dass die älteste Phase der Bandkeramik zweihundert Jahre umfasst - was wohl eher auf eine statistische Streuung zurückzuführen ist - wenn die ältesten Siedlungen überall aus 5500 vor Christus stammen.

 

Zwar hat die Vorverlegung des Anfangs der Bandkeramik auf 5700 vor Christus für die Berechnung der durchschnittlichen Ausbreitungsgeschwindigkeit eine Entlastung gebracht; dies ist jedoch nur ein statistischer Trick: Ob die Bandkeramik um 5500 oder um 5700 in Ungarn entstand, ist irrelevant. Entscheidend ist, dass die ältesten Ansiedlungen in einer sehr großen Region in Zentraleuropa alle aus 5500 vor Christus stammen.

 

Anfangs schien die Gegend von Ungarn bis nach Süddeutschland noch relativ gut beherrschbar zu sein, obwohl die Fläche schon recht groß ist. Wenn man bedenkt, dass die sesshafte Landwirtschaft annähernd ein Jahrtausend auf dem Balkan blieb, mutet es schon wie ein Wunder an, dass sie innerhalb von 200 Jahren Mitteleuropa eroberte. Was aber die bisherige Doktrin weiter ins Wanken bringt ist die Tatsache, dass sich die Fläche derzeit noch vergrößert. Grabungen in der Halle/Saale Region bei Goseck zeigen, dass auch hier die ersten Bandkeramischen Gräber aus 5500 vor Christus stammen. Selbst die Bandkeramik in der Rheingegend wurde jüngst auf 5400 vor Christus zurückdatiert.

 

Schon der empirische Befund zeigt ganz klar: Die ältesten Ansiedlungen vom Rhein bis nach Westungarn wurden alle innerhalb kürzester Zeit errichtet. Die Archäologen sind mit ihren aktuellen Modellen auch selbst nicht zufrieden, wie verschiedene Beiträge zeigen. Entscheidend ist aber aus unserer Sicht, dass nicht einmal statistisch Unsicherheiten zu Rate gezogen werden müssen. Der Befund ist auch so schon erdrückend genug. Man muss nicht fragen: “Wurden die ältesten Siedlungen im weniger dicht besiedelten Westen und Norden überhaupt gefunden?“, „Entsprechen die veröffentlichten Alter mehr dem Messergebnis oder der Erwartung?“ „Entspricht die statistische Datierung auf 5400 nicht tatsächlich 5500 vor Christus?“

 

Im Ergebnis steht fest: Die Gegend Deutschland vom Rhein bis nach Halle/Saale und Bayern, Österreich, Tschechien und Westungarn wurde zur gleichen Zeit besiedelt. Das ist nur mit einer Fluchtwelle zu erklären.

 

Ausbreitung der Bandkeramik durch Wanderung oder Imitation oder …?

 

Wenn man sich die Ausbreitungsgeschwindigkeit betrachtet, braucht man eigentlich gar nicht mehr darüber debattieren, ob die Ausbreitung Folge einer Wanderung oder Folge einer Sesshaftwerdung der einheimischen Bevölkerung war. Es war eine Fluchtwelle. Dennoch möchten wir die weiteren Indizien vorstellen, die für eine Wanderung sprechen.

 

Vorab sei aber festgestellt, dass die Besiedlung Europas natürlich nicht ausschließlich die Folge dieser Fluchtwelle ist. Bereits vorher gab es eine mittelsteinzeitliche Besiedlung in Europa, die nicht ausgelöscht wurde, sondern sich den neuen Methoden anschloss. Insofern wird man immer auch Anzeichen einer Sesshaftwerdung der lokalen Bevölkerung finden müssen - dies war jedoch nicht der Treiber der Ausbreitung.

 

Außerdem möchten wir die Ausbreitung der Bandkeramik in zwei „Wellen“ unterteilen. Aus unserer Sicht drängt es sich auf, dass die Fluchtwelle zunächst donauaufwärts bis an den Rhein schwappte, und zwar relativ kurz nach der Sintflut. In einer zweiten Welle breitete sie sich dann in den nächsten 400 Jahren über den Rest von Europa aus. Für diese beiden Wellen gelten natürlich unterschiedliche Erklärungsansätze: Während sich die zweite Welle mit den eingeführten Modellen der Archäologie vereinbaren lässt, durchbricht die erste Welle die Norm. Und gerade diese erste Welle ist die Fluchtwelle.

 

Peter Bogucki von der Princeton University hat einmal in seinem Artikel „The Neolithic Diaspora in Europe“ zusammengetragen, warum es sich hierbei um eine Wanderung handeln muss. Da es nicht besser formuliert werden kann, möchten wir sein Ergebnis hier in Form eines umfassenden Zitates wiedergeben:

 

„Die Kriterien von Rouse unterstützen den Fall, dass die Entstehung der frühen bäuerlichen Gemeinschaften in dieser Gegend das Ergebnis von Kolonisation und nicht von lokaler Entwicklung war:

 

  1. Es gibt keine vor-Ort-Entwicklung von Töpferwaren in Nord-Zentraleuropa. Die Herstellung von Töpferwaren erscheint vollständig entwickelt in dieser Gegend mit klaren Vorläufern außerhalb der Region, nämlich in Ungarn;
  2. Die Hausformen, Siedlungsstrukturen und Begräbnisse der ersten Bauern in der Region sind vollständig unterschiedlich im Vergleich zu irgendwelchen Vorläufern in der Region (…);
  3. Die Steinwerkzeugtypen der ersten Bauern sind auch merklich unterschiedlich zu den vorherigen mikrolithischen Formen;
  4. Die entscheidenden domestizierten Pflanzenformen und zwei der wesentlichen Viehtypen - Schafe und Ziegen - haben keine eingeborenen, wilden vergleichbaren Formen in Zentraleuropa und wurden aus Südosteuropa und ganz ursprünglich aus Kleinasien importiert;
  5. Die Töpferwaren, Hausformen und Siedlungsstellen sind außerordentlich einheitlich in ihrer Gesamterscheinung, auch wenn es kleine Veränderungen mit der Zeit gab, von der Slowakei bis nach Ostfrankreich;
  6. Das warme Klima des Mittel-Halozäns kam den Kulturen mit nahöstlicher Herkunft besonders gelegen und die Flusssysteme von Zentraleuropa waren exzellente Korridore für die Bewegung von Menschen und Vieh;[Hier wäre unseres Erachtens noch die Fluchtwelle zu ergänzen, die aus der Sintflut resultierte]
  7. Der beeindruckendste Aspekt der neolithischen Diaspora in Zentraleuropa ist ihre Geschwindigkeit; im Laufe von 500 Jahren, wahrscheinlich weniger, wurden bäuerliche Ansiedlungen zwischen der Ukraine und Ostfrankreich begründet.“

 

Aus archäologischer Sicht spricht also vieles für eine Wanderung. Im Rahmen der Untersuchung der Ausbreitung der Indoeuropäischen Sprache kam man zu dem Ergebnis, dass diese auch genetisch unterlegt ist. Die Häufigkeit bestimmter Merkmale steigt in Richtung des Schwarzen Meeres jeweils an. Auf die Ausbreitung der Indoeuropäischen Sprache werden wir noch einmal gesondert zu sprechen kommen, da seit kurzem eine neue, sehr umfassende Untersuchung vorliegt, die unsere Theorie massiv unterstützt; Insbesondere ist erstmals die Datierung des Auseinanderfallens der jeweiligen Sprachstämme gelungen, die nach unserer Meinung sehr zutreffend ist.

 

Während wir dieses Verhältnis also nur streifen, möchten wir jedoch eindringlich darauf verweisen, das eine spezielle genetische Untersuchung zur Linearbandkeramik ebenfalls eine Wanderung nahe legt: Zwei Wissenschaftler der Stanford University untersuchten gezielt bestimmte Merkmale auf dem sich kaum verändernden Y-Chromosom. Sie waren in der Lage, eine Brücke von der Genetik zur Archäologie zu schlagen: Nach ihren Ergebnissen konnte das Vorhandensein bestimmter Tonfiguren zu 88% durch das Vorliegen eines bestimmten Merkmals vorhergesagt werden. Das Vorhandensein bemalter Keramik war immerhin noch zu 80% vorhersagbar.

 

… Kolonisation?

 

Die beiden Erklärungsansätze, um die derzeit gestritten wird, blenden eine Möglichkeit von vornherein aus: Könnte es sich bei der Besiedlung Zentraleuropas vielleicht um eine gezielte und gesteuerte Kolonisierung gehandelt haben? Leider unterschätzen die Menschen der Neuzeit die Fähigkeiten der Menschen in der Steinzeit nach wie vor massiv, so dass ein solcher Vorschlag auf den ersten Blick phantastisch erscheint. Wir meinen jedoch, dass einige Fakten für eine gesteuerte Besiedlung sprechen.

 

Die Idee dazu resultiert aus der Feststellung von Peter Bogucki, dass es ein spezielles und für die Wanderung typisches Merkmal ist, dass die frühesten Bandkeramiker bestimmte Plätze bevorzugten; dabei wurden Plätze, die vergleichbar gut oder sogar besser geeignet gewesen wären, zunächst völlig ignoriert und erst später besiedelt. Zu Recht ist dies ein Zeichen von Wanderung, denn die lokale Bevölkerung hätte die besten Plätze besiedelt, ohne auf eine Standardisierung zu achten.

 

Wenn man sich dieses Verhaltensmuster in der Neuzeit ansieht, ist es typisch vor allem für Franchise-Systeme und erfolgreiche Ketten. Hier die „Kolonisierungslogik“ einiger:

 

McDonalds: An viel frequentierten Autobahnausfahrten

Starbucks: Großstadt, zentraler Platz, Südseite

Lidl: neben Aldi

 

In diesem Fall würden wir Kolonisation folgendermaßen definieren:

 

Ein bestimmtes Zentrum sorgt dafür, dass eine Region mit einem vorgefassten Plan erobert wird, um später wirtschaftliche Erträge daraus zu ziehen.

 

Was wir bei der Linearbandkeramik finden ist ganz klar ein vorgefasster Plan: Ziehe die Flüsse hoch, suche eine Stelle mit Lössboden, die an einem Fluss liegt, die eine Neigung von etwa 4° nach Süden hat und baue dort eine Siedlung und Häuser nach Schema F und beginne mit Ackerbau wie gelernt.

 

Nach unserer Meinung könnte es durchaus ein Zentrum (Atlantis II) gegeben haben. Wir haben bereits über die Vinca-Kultur auf dem Balkan berichtet. Diese verfügte über Schriftzeichen und war der Linearbandkeramik zwar verwandt, aber tendenziell doch weiter entwickelt. Unseres Erachtens könnte hier durchaus ein weit entwickeltes politisches, religiöses und wirtschaftliches Zentrum gelegen haben, das Zentraleuropa kontrollierte.

 

Was es auf jeden Fall gegeben hat waren umfangreiche Handlesbeziehungen von Zentraleuropa in die Region Balkan/Schwarzes Meer. Dafür sprechen insbesondere die Funde von Spondylus-Muscheln, die in der Zeit als Naturalgeld gehandelt wurden. Prof. Henrieta Todorova weist zu Recht darauf hin, dass nach der Befundlage die Spur dieser Muscheln nicht wie bisher vielfach angenommen in die Ägäis, sondern vor allem auch zum Schwarzen Meer führt.

 

So kommen wir immer mehr zu dem Ergebnis, dass die Flüchtlinge von Atlantis auf dem Balkan ein neues Atlantis II gründeten und in der gleichen Logik ihre Umwelt weiter gestalteten. Die Rolle dieses Bedeutenden Zentrums scheint bis in die Bronzezeit überliefert worden zu sein, wie die korrekte Interpretation der „Himmelsscheibe von Nebra“ zeigt.

 

Für ein Solches Atlantis II spricht auch, dass die Bandkeramik um 5000 vor Christus schlagartig und gewaltsam zerfiel. Die Kolonie „Zentraleuropa“ spaltete sich ab und zerfiel in eine Vielzahl neuer Gruppen. So ist gerade dieser Zerfall ein Hinweis darauf, dass vorher eine „ordnende Hand“ existierte. Das ist zwar nicht erforderlich zum Beweis unserer oben aufgestellten Hypothesen, wird uns aber doch wohl noch weiter beschäftigen.

 

Links

 

Bandkeramische Kultur bei Wikipedia

Maximilian O. Balida, „The Earliest Bandkeramik“, 2004

 

Peter Bogucki, „The Neolithic Diaspora in Europe“, 1997

Stanford University, „Overlapping Genetic and Archaeological Evidence suggests neolithic Migration, say Stanford Researchers“, 2002

 

Absolutchronologie C14

 

Töpferwaren der LBK

 

Erdwerk in Usingen/Hessen

Häuserfund in Ober-Erlenbach/Hessen

Funde bei Goseck/Sachsen-Anhalt

Frühneolithische Fundstellen von Brunn am Gebirge, Flur Wolfholz, NÖ

Funde bei Vaihingen

 

Bevölkerung einer Ansiedlung

 

The Black Sea Flood Cultures

 

Wanderung: Isotopenanalyse

 

Frankfurt, den 5. September 2004

Prof. Dr. Siegfried G. Schoppe      Christian M. Schoppe, MBA

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