Atlantis und die Sintflut: Urheimat der Indoeuropäer!

In unserem Buch haben wir die Meinung vertreten, dass die indoeuropäische Sprache in Anatolien entstand und sich von dort zunächst in den Raum des nordwestlichen Schwarzmeeres ausbildete. Mit dem Untergang von Atlantis 5510 vor Christus erlebte die indoeuropäische Sprache eine nie gesehene Ausbreitung zusammen mit der sesshaften Landwirtschaft vor allem in Europa.

 

Ergänzung 19.03.2006

 

Es soll auch nicht unerwähnt bleiben, dass die Indoeuropäische Sprache nach Russell/Quentin um 7000 vor Christus entstanden sein soll. Von dort aus soll sich im Einklang mit der Theorie des britischen Archäologen Colin Renfrew, Universität Camebridge, seit etwa dieser Zeit ausgebreitet haben.

 

Dagegen vertritt etwa Jay Jasanoff, Harvard University, die Mehrheitsmeinung der Sprachwissenschaftler, dass einst die Kurgan, ein kriegerisches Reitervolk aus dem Süden der Ukraine, Europa eroberte und den Menschen die indoeuropäische Ursprache aufdrängte.

 

Da die Entstehung  und Verbreitung einer „Weltsprache“ jedoch ein Kulturzentrum der Sprachschöpfung und eine hinreichend große Bevölkerungs-Wanderung braucht, fragt man angesichts bisherigen archäologischen Befundes: Wo bitte gab es denn in Anatolien oder der Süd-Ukraine eine solche Bevölkerungskonzentration, dass aus zwei Protosprachen entsprechend der „Mischsprachentheorie“ durch Verschmelzung eine neue Sprache entstand? Der späteren Differenzierung ging eine Homogenisierung voraus. Welche Ursache sollte die Menschen veranlasst haben, plötzlich ihr Gelobtes Land zu verlassen – die damalige Spitze der Zivilisation – und in die raue Wildnis nach Nordwesten Wind und Regen entgegen zu ziehen, um ihre Sprache und landwirtschaftlichen Erfindungen zu verbreiten?

 

Zwischen Göbekli Tepe, Jericho und Catal Höyük 10000 bis 6500 vor Christus in grauer Vorzeit und Sumereren, Malta und den Pyramiden von Giseh ab etwa 3000 vor Christus in geschichtlicher Zeit klafft eine archäologische Lücke von über 3000 Jahren; und die linguistische Evidenz ist erdrückend, dass gerade in dieser trostlosen Zeit ab 6000 vor Christus die Weltsprache „Indoeuropäisch“ in einem Schmelztiegel entstand, von dem man nichts weiß.

 

Und wenn die ersten Spuren in Anatolien und der Süd-Ukraine gefunden werden, dann kann die Sintflut im Schwarzen Meer – geographisch genau dazwischen – und der Zeitpunkt 5500 vor Christus in der befundlosen Zeit die Lösung sein: Zwei Völker mit verschiedenen Sprachen zogen aus Anatolien und der Ukraine sowie dem Donau-Gebiet in die klimatisch begünstigte Schwarzmeer-Senke, die sich durch Austrockung ab 7000 vor Christus bildete und 5500 vor Christus versank. In dieser Zeit entwickelte sich ein prosperierendes Welt-Kulturzentrum mit hoher Populationsdichte und großer Innovationskraft. Aus der Sprache und den Umwelterfordernissen entwickelten sich Schrift- und Zahlzeichen, Mathematik, und Architektur sowie Erkenntnisse über Hydraulik, wassergängige Fahrzeuge und ein Kalender.

 

Die Flut vernichtete mit einem Schlag diese neolithische Zivilisation, ihre Landwirtschaft und ihre Bauten. Aber die Menschen in großer Anzahl, die sich retten konnte, brachten auf der Suche nach neuen Lößböden in Europa die Landwirtschaft, die Keramik, ihr Vieh und Saatgut, ihr Wissen und eben ihre Sprache mit.

 

Die Theorie einer Atlantis-Sintflut im Schwarzen Meer erklärt also zweierlei: Wie erstens eine ausreichende Population und Sprachdichte entstand und wie es zweitens zu einer so weiten Wanderung und Ausweitung kam.

 

 

Quellen:

 

Gray, Russell D./Atkinson, Quentin D.: “Language-tree divergence times support the Anatolian theory of Indo-European origin”, Nature Vol. 426, p. 435ff, November 27, 2003 [Link]

Wunderlich, Dieter: „Die Urheimat der Indogermanen“, [Link], Februar 2004

Wikipedia: „Indoeuropäische Sprachfamilie“, [Link]

 

Einleitung zu den neuen Erkenntnissen

 

Basis des wissenschaftlichen Arbeitens ist das Aufstellen überprüfbarer Hypothesen. Das Eintreten einer Vorhersage ist ein Indiz dafür, dass die zu Grunde liegende Theorie richtig ist.

 

In unserem Buch haben wir die Meinung vertreten, dass die indoeuropäische Sprache in Anatolien entstand und sich von dort zunächst in den Raum des nordwestlichen Schwarzmeeres ausbildete. Mit dem Untergang von Atlantis 5510 vor Christus erlebte die indoeuropäische Sprache eine nie gesehene Ausbreitung zusammen mit der sesshaften Landwirtschaft vor allem in Europa.

 

Wissenschaftler der Universität von Auckland untersuchten anhand eines Computermodells, wann sich bestimmte Sprachstämme abspalteten. Dabei gingen Sie davon aus, dass jede Sprache einem konstanten Zerfall (Ersetzen von Vokabeln) gegenüber der Ursprache ausgesetzt ist.

 

Die so gefundenen Ergebnisse stützen exakt den von uns propagierten Geschichtsverlauf!

 

6700 vor Christus - Out of Anatolien!

 

Das Computermodell kommt zu dem Ergebnis, dass sich Hittie, eine ausgestorbene anatolische Sprache und der restliche Sprachstamm (der bis heute überdauerte) 6700 vor Christus spalteten.

 

Nach der bisherigen Lesart der Archäologen hätte dies erst 6400 vor Christus passieren dürfen, weil sich erst dann die sesshafte Landwirtschaft nach Europa ausbreitete.

 

Diese konservative Lesart ist unseres Erachtens überholt. Natürlich schifften sich die Steinzeitmenschen nicht über die Ägäis nach Griechenland ein! Die Wanderung folgte der Küste des früheren Süßwassersees, der sich an der Stelle des heutigen Schwarzen Meeres befand und über die Landbrücke, dort wo heute der Bosporus ist. Diese ersten Siedler, die später ab 6400 vor Christus aufgrund zunehmenden Bevölkerungsdrucks in der Schwarzmeersenke begannen, Europa flussaufwärts (und eben nicht über Berge und Meere) zu besiedeln, findet man heute aber nicht mehr, da ihre Siedlungen (Atlantis!) mit dem Bruch des Bosporus im Meer versenkt wurden.

 

So scheint sich die Landwirtschaft 6400 vor Christus nach Europa auszubreiten, tatsächlich gab es aber einen anderen Weg, der früher eingeschlagen wurde – wie die Sprachentwicklung beweist. Dieser ist nur im Moment noch verschüttet.

 

5900 vor Christus - Ab nach Asien!

 

Bisher ging man vielfach davon aus, dass das Tocharische, welches sich in China fand, zusammen mit den Indussprachen erst spät entstand. Das Computermodell kommt auf eine Abspaltung ab 5900 vor Christus – also als zweite Abspaltung nach dem Wegzug aus Anatolien.

 

Die ersten Siedler, die 6700 vor Christus entlang des Schwarzmeersees nach Norden zogen, breiteten sich naturgemäß immer weiter aus. Der Weg nach China war noch lange nicht gewüstet, da die letzte Eiszeit riesige Frischwasserseen auf der Route gebildet hatte, die erst in der jüngsten Neuzeit völlig austrockneten. So kamen die Siedler bis nach China, wo sie mit Ihrer Sprache weitere 6000 Jahre überdauern sollten.

 

Kulturelle Beziehungen zum Siedlungszentrum Atlantis im Schwarzmeer blieben aber erhalten, wie die Übernahme verschiedener Technologien (Schweine, Hirse, Uferpfahlbauten) aus Asien über Atlantis nach Europa zeigt.

 

5500-5300 vor Christus - Atlantis II

 

Atlantis versank 5510 vor Christus im Schwarzen Meer. Die dort lebende Bevölkerung konnte sich aber fast vollständig retten und zog flussaufwärts nach Europa. Nachdem die sesshafte Landwirtschaft eintausend Jahre am Schwarz“see“ blieb, breitete sie sich mit der Fluchtwelle 5500 vor Christus über ganz Europa aus.

 

Wie wir in einem gesonderten Artikel dargestellt haben, erfolgte die Ausbreitung nicht etwa über Jahrhunderte, sondern innerhalb kürzester Zeit und auch nicht zufällig, sondern geplant (Kolonisation).

 

Diese neue Struktur überdauerte bis 5300 vor Christus (früheste Linearbandkeramik). In dieser Phase einer stark integrierten und standardisierten Kultur gab es kaum einen Sprachverfall.

 

5300-4900 vor Christus - Atlantis III und endgültiger Zerfall

 

Ab 5300 vor Christus spaltet sich die griechische Halbinsel von der indoeuropäischen Sprache ab. Nach wie vor gibt es aber eine einheitliche Kultur unter einheitlicher Leitung. Das Zentrum dieser als Linearbandkeramik bekannten Kultur liegt mit der Vinca-Kultur auf dem Balkan und in Siebenbürgen.

 

4900 vor Christus – das erste Mittelalter

 

Die fortgeführte Atlantiskultur der Linearbandkeramiker und Vinca zerfällt ab 5000 vor Christus in dramatischer Weise. In Europa sind Spuren der Kriegsführung klar zu erkennen. Diese gehen einher mit einer ausgeprägten Anlage von Kreisgrabenanlagen. Kriegsspuren und Massaker sind archäologisch belegt. Es entsteht eine Vielzahl von Machtzentren, zum Beispiel in der Halle/Saale Region und in Österreich. Das wirtschaftliche Gewicht auf dem Balkan fällt zunehmend zurück an die Küste des Schwarzen Meeres. Die Varna-Kultur, die als Atlantis IV noch einige Zeit überdauert, geht Ende des 5. Jahrtausends unter.

 

Atlantis wird zum Mythos

 

Atlantis wird zum Mythos. Die Struktur der Saga überdauert als Sintflutgeschichte in der Bibel, im Gilgamesch-Epos (Babylon), als Deukalische Flut (bei den Griechen, die eigentlich zugewanderte Atlanter aus dem Nordschwarzmeerraum sind) und noch einmal in Griechenland - diesmal als anatolischer Import - als die Flut, die Phrygien verschlang.

 

Die Flüchtlinge südlich des Bosporus zogen aber auch nach Ägypten (erste Sesshaftwerdung 5500 vor Christus), wo sie die Saga in ihrer Sprache - die ursprünglich auch eine indoeuropäische war! - und mit ihrer Schrift - der Atlantis-/Vincaschrift ! - aufzeichneten.

Aufgrund der von dem ägyptischen Priester vorgetragenen Argumente überdauerte die Saga dort bis in die Geschichtsschreibung, so dass sie bis heute in einem hohen Detaillierungsgrad erhalten geblieben ist.

Da die Sage indoeuropäisch niedergelegt wurde, hat Solon sie nur von einer in eine andere indoeuropäische Sprache übersetzt. Kein Wunder also, dass König Mestor mit dem Fluss Dnjestr übereinstimmt und König Diaprepes mit dem Fluss Dnjepr und dass die Region Gadeiros die der Geten ist und dass Solon auch den Sinn der Königsnamen ergründen konnte.

Prof. Dr. Siegfried G. Schoppe          Christian M. Schoppe, MBA

Hamburg/Frankfurt, den 18.11.2004

Atlantis und die Sintflut im Schwarzen Meer

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