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Die Autoren, Vater und Sohn, vereinen eine jahrzehntelange Erfahrung als Marinegeologen in Bulgarien. Dabei nahmen sie an einer Vielzahl von Expeditionen zur Erkundung der Weltmeere teil. Sie pflegen intensiven Kontakt zu internationalen Wissenschaftlern. Das Buch entstand unter der Schirmherrschaft des „Black Sea Research Program NOAH“, an dem auch die Unversität Hamburg beteiligt ist und das von der Europäischen Union als ASSEMBLAGE finanziell unterstützt wird (ASSEssMent of the BLAck Sea sedimentary system since the last Glacial Extreme).
In ihrer Veröffentlichung kommen die bulgarischen Marinegeologen auf Basis eigener Nachforschungen zu dem Ergebnis:
In Zusammenarbeit mit lokalen Archäologen, allen voran Frau Prof. Henrieta Todorova, weichen auch sie von der Doktrin ab, wonach die Gegend zu der Zeit nahezu unbewohnt war. Es ist geradezu zu erwarten, dass sich an dem Frischwassersee eine Zivilisation niederließ. Diese nennen sie „Zivilisation X“. Die konservative Archäologenfront beginnt also einzustürzen, die bisherige Doktrin hält nicht mehr! Weiterhin meinen sie, die Varna-Kultur an der westlichen Schwarzmeerküste müsse früher datiert werden (bisher: 5. Jahrtausend). Diese Meinung teilen wir allerdings nicht. Siehe dazu unseren gesonderten Expeditionsbericht „Die neolithische Revolution in Europa - oder: Warum beginnt das Neolithikum am Schwarzen Meer so spät?“.
Bei einem Erdbeben (Krim-Erdbeben 1927) wurden an drei Stellen am Schwarzen Meer als Folge große Feuerwalzen gesichtet. Vor Sevastopol hatte diese eine Breite von 2,5 Kilometern und eine Höhe von 500 Metern erreicht. In den 80er Jahren titelten Zeitungen und Zeitschriften: „Wann explodiert das Schwarze Meer?“. Die Ausbrüche wurden mit dem hohen Schwefelwasserstoffgehalt des Meeres begründet; denn ab 120 Metern Tiefe beginnt eine sauerstofflose Zone, in der große Mengen dieses Gases vorkommen, das im Prinzip brennbar ist. Zu einer Richtigstellung kam es nie. Wir möchten dem Anliegen der Autoren folgen und die wahrscheinlichere Variante publizieren: Durch das Erdbeben lösten sich Gasblasen aus Methan vom Boden des Meeres, die in den Sedimenten gespeichert sind; diese entstehen durch die sauerstofflose Zersetzung von Organismen. Dieses Gas ist stark brennbar und reagiert auch nicht so wie Schwefelwasserstoff unmittelbar mit Sauerstoff.
Dies zeigt jedoch noch einmal eindrücklich, was wir bereits ausführten: Das Meer wurde nach der Flut für Jahrhunderte unpassierbar, weil die im Schlamm eingeschlossenen Gase eine Schifffahrt nicht zulassen: Schwefelwasserstoff ist giftig, Methan explodiert und (auch heute noch nachweisbar) aufsteigende Blasen lassen die relative Dichte des Wassers so rapide fallen, dass jedes Schiff wie ein Stein sinkt. Ein wichtiges Kriterium für die Lokalisierung von Atlantis! Das Meer wird aber wohl nicht explodieren - und wenn, dann nicht wegen des Schwefelwasserstoffes.
Die Autoren liefern auch noch einige zusätzliche Fakten, die uns interessant erscheinen:
Die wirkliche Sensation, die bisher aber mit Argusaugen betrachtet wird, ist folgende: Die Autoren haben bei einer Unterwasserexpedition an der alten Süßwasserküste in einer Tiefe von 120 Metern ein Gefäß geborgen, das wohl als Noah’s Teller Geschichte schreiben wird. Die große Entfernung zu den Flussmündungen und die Erosion am Rand des Kontinentalschelfs ließen das Gebiet freiliegen. Hierbei handelt es sich um ein Sandsteingefäß, das nach zwischenzeitlicher Erkenntnis wohl zum Mahlen von getrockneten Bohnen diente. Nach Professor Francesco Torre, Museum für Unterwasserarchäologie in Trapani (Italien), ist die Schale tatsächlich jungsteinzeitlich anzusiedeln und fällt damit in die Zeit von Zivilisation X (Atlantis).
Darüber hinaus wurden auf der Schale Gravuren entdeckt, die unter anderem starke Ähnlichkeit zu den Schriftzeichen der Vinca-Kultur (ab 5500 vor Christus auf dem Balkan) aufweisen. Dies wurde indirekt auch von dem deutschen Schriftgelehrten Harald Haarmann bestätigt, der sich allerdings über den bereits recht hohen Grad abstrakter Zeichen wundert, die auf dem Balkan erst zu späterer Zeit auftauchen. Unabhängig davon, ob es sich um Schriftzeichen handelt, zeigt dies den kulturellen (Vinca) und zeitlichen (6. Jahrtausend vor Christus) Bezug der gefundenen Schale.
Noahs Teller
Das Buch ist insbesondere wegen seiner reichhaltigen farbigen Bebilderung sehr überzeugend. Soweit wir das beurteilen können halten wir die gemachten Aussagen für stimmig und folgerichtig; nicht zuletzt bestätigt diese Veröffentlichung, was wir gegen den Widerstand einer breiten Front konservativer Wissenschaftler immer behauptet haben: Die Sintflut und mit ihr der Untergang von Atlantis fand statt, und zwar um 5500 vor Christus.
Das Buch kann kostenfrei über das Internet bezogen werden. Das Ansehen lohnt sich (Ladezeit, ca. 8 MB!).
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