Was ist Pontopolis?

Atlantis und die
Sintflut im Schwarzen Meer


Vor etwa 7500 Jahren trennte eine Landbrücke zwischen Asien und Europa das Weltmeer von einem Frischwassersee, der uns heute als Schwarzes Meer bekannt ist. Da nach der letzten Eiszeit die Eispanzer abschmolzen und der Spiegel des Welmeeres stetig stieg, brach der natürliche Damm, wodurch eine gewaltige Sintflut entstand. An dem Frischwassersee hatten sich zuvor jungsteinzeitliche Siedlungen gebildet, welche Opfer der katastrophalen Flut wurden. Wir meinen, dass es auf dem nordwestlichen Kontinentalschelf des heutigen Schwarzen Meeres eine relativ große und vergleichsweise weit entwickelte Kultur gab, die Eingang in den Atlantisbericht des Plato fand. Wir nennen diese Kultur Pontopolis, da der Begriff Atlantis nach 2500jähriger Geschichte extrem belastet ist und sämtliche Betrachter der Materie voreingenommen sind. Diese Kultur ist nicht weniger als die gemeinsame Grundlage der europäischen Identität, quasi die kulturelle Wurzel Europas. [Atlantis-Sintflut-Theorie]

English Atlantis in the Black Sea

Hinweis: Immer wieder wird behauptet, die Flut habe früher als 5500 vor Christus stattgefunden.Warum wir das nicht glauben wollen lesen Sie hier.

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Atlantis und Wissenschaft - geht das?

"Atlantis habe ich immer faszinierend gefunden, schon als ich in meiner Jugend die einschlägigen Dialoge Platons las, den „Timaios“ und den „Kritias“. Es ist nicht einzusehen, warum man Atlantis unbedingt einer Mythologie zurechnen muss, denn Platon gehört ja einer Periode an, die wir heute als die griechische Aufklärung kennen und in deren sehr deutlich antimythologischer Tendenz steht. Es ist alles so minutiös beschrieben, dass eigentlich kein Zweifel sein kann, dass – jedenfalls in Platons Bewusstsein – es sich um Historisches gehandelt hat.

Was mir an vielem auffällt, ist, was man im Englischen „jumping to conclusion“ nennt: dass man schon bei der Formulierung des Themas auf phantastische Tendenzen schließt; dass man, wo man bestimmte Thesen wenig glaubhaft findet oder etwas an ihnen auszusetzen hat, sich nicht etwa kritisch auf sie einlässt, sondern das ganze Thema tabuisiert; dass man, mit anderen Worten, das den Wissenschaften entgegen gesetzte Verhalten an den Tag legt.

Es gibt, was die frühe Antike betrifft, riesige weiße Flecken in der Zeit. Wie das in der Geographie noch im späten 19. Jahrhundert für die Karte Afrikas galt, so gilt dies heute für Zeitgegenden, die hinter das erste Jahrtausend vor unsere Zeitrechnung zurückreichen. Hier weiß man – jedenfalls wissen das die Ägyptologen –, dass vor allem die Wissenstraditionen der ägyptischen Priesterkaste, die ihre Geheimnisse sehr eifersüchtig hütete, weit hinter das erste Reich, von dem unsere bisherige Geschichtsschreibung weiß, zurückreichen.

Es besteht auf Seiten des positiven Wissenschaftsbetriebs, der manchmal den Pionieren um astronomische Entfernungen hinterherhinkt, eine Beklommenheit mit einem Schielen auf den nächsten: was der dazu sagt und ob man noch ernst genommen wird, wenn man so etwas wie Atlantis thematisch aufnimmt. Diese ganze Haltung hat etwas Durchsichtiges und ein bisschen Lächerliches."

(aus: Ulrich Sonnemann, „Atlantis Trauma“ (Gespräch mit Florian Rötzer), in: Ästhetik und Kommunikation H. 64 (Atlantis), XVII, 1986, S. 23-26.)

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